Fallschirmspringen

Was ist eigentlich Fallschirmspringen?

Als Fallschirmspringen bezeichnet die Gesamtheit der Aktionen von Absprung, Fall oder Freifall, Schirmfahrt bis zur Landung einer Person aus einer erhöhten Position (meist aus Luftfahrzeugen) unter Benutzung eines Fallschirms. Der Fallschirm bremst den Fall dabei auf eine verträgliche Sinkgeschwindigkeit zum Zeitpunkt der Landung ab.

Für das sportliche Fallschirmspringen als Luftsportart wird auch der englische Begriff Skydiving benutzt. Zum Teil dient der Fallschirm dabei nur noch der verletzungsfreien Landung. Der sportliche Schwerpunkt liegt auf dem noch verzögerungslos ausgeführten Freifall mit Diziplinen wie z.B. Relativ-Work, Freefly, Wingsuit oder Stilsprüngen. Am geöffneten Fallschirm als verzögerter Fall auch für Kappenrelativ.

Die Auslösung des Fallschirms kann entweder unmittelbar beim Absprung als automatischer Fallschirmsprung aus niedrigen Höhen, hierbei erfolgt die Auslösung des Fallschirms über eine Aufziehleine, welche mit dem Flugzeug verbunden ist, oder manuell während des Freifallsprungs erfolgen.

Leonardo da Vinci (1452–1519) fertigte 1483 eine Zeichnung eines pyramidenförmigen Fallschirms aus Leinen und Holz an. Ein Test dieses Musters im Jahre 2000 belegte, dass dieser Fallschirm funktioniert, sanfter fliegt als moderne Fallschirme, jedoch durch sein Gewicht von 90 kg ohne Lenkung beim Aufsetzen problematisch ist.

Manuell auszulösende Fallschirme waren bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs nur als Rettungsfallschirme für Piloten gängig. Zivile Fallschirmsprünge waren selten und dienten meist Showzwecken und wurden weniger aus sportlichen Gründen unternommen. In den aufgestellten Fallschirmjägerverbänden wurde für den manuellen Sprung nicht ausgebildet. Weitergehende Verbreitung fand Freifallspringen als Sport in Deutschland erst nach 1945.